Schattentheater Bucklige Welt

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Inhalt 2018

Schattenspiel "Ein Mann, ein Wort ..."

Nehmen wir einmal an: Die gute alte Sommerfrische feiert ihre Rennaissance. Viele Gäste entdecken die landschaftliche Schönheit und die kulinarischen Genüsse der Buckligen Welt wieder und es entwickelt sich ein sanfter Tourismus mit zahlreichen schönen Feriendomizilen in der Region. Berühmte Persönlichkeiten aus Politik, Kunst und Forschung zieht es nun auch ins Schlattental.

Der renommierte Dialektforscher Prof. Dr. Heinrich Plötzheimer trifft bei einem ruhigen Landurlaub in Bromberg einen Kollegen aus Deutschland, Herrn Dr. Jaromir Bückling, Herausgeber diverser linguistischer Glossarien. Beide Männer sind hingerissen vom einzigartigen Wortschatz, der im Land der 1000 Hügel zu entdecken ist. Besonders ein Mädchen fällt den beiden Wissenschaftlern auf, denn sie ist ein wandelndes Nachschlagwerk für urige Dialekte.

Als Plötzheimer behauptet, durch eine von ihm entwickelte spezielle Technik des Sprachunterrichts aus dem Landmädchen Lisl Nussbaumer eine Dame von Welt machen zu können, schließen die beiden Wissenschaftler eine Wette ab.
Nun beginnt für die kleine Schlattentalerin eine harte Zeit des Sprachunterrichts. Sie wird von dem Professor unbarmherzig gedrillt und nicht wie ein fühlender Mensch, sondern wie ein wissenschaftliches Objekt behandelt. Trotz einiger Rückschläge kämpft sich das Mädchen tapfer durch quälende Verhaltens- und Sprachausbildung, denn insgeheim hat sie bereits romantische Gefühle für den eingefleischten Junggesellen entwickelt.

Das aufreibende Experiment lohnt sich, denn bei einer Charity-Veranstaltung, bei der illustre Gäste geladen sind, gelingt die Vorstellung eines neu kreierten Individuums, in dem alle eine kultivierte Dame sehen.

Lisl Nussbaumer gibt alles zum Besten, was man an Floskeln und Smalltalk, an geziertem Verhalten und flüchtigem Charme in einer noblen Gesellschaft erwartet.

Plötzheimer ist begeistert von diesem Erfolg. Er hat nicht nur die Wette gewonnen, er hat auch seinen egozentrischen Wissenschaftlerstolz befriedigt.

Dabei hat er aber die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn mit einem hat er nicht gerechnet: mit romantischen Gefühlen.

So entwickelt sich das Geschehen auf einen Punkt zu: Lisl Nussbaumer will auch als Frau von ihm wahrgenommen werden und nicht als Forschungsprojekt.

Und wie es Amor will, bleibt ein Happy End hoffentlich nicht aus!